Montag, 25. März 2013




Bericht vom Sonntag, den 24. März



 
Der Tag in Rauma beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Am Weg zurück zum Zimmer treffe ich am Gang eine Gruppe junger Damen mit großen knüppelähnlichen Schlägern. Sie planen keineswegs einen Überfall, sondern gehören einer Pesäpallo-Mannschaft an. Diese Sportart ist hier weit verbreitet und stellt die finnische Variante des Baseballspieles dar. Beim anschließenden Rundgang durch die Altstadt von Rauma bietet sich ein farbenfrohes Bild. Die durchwegs ebenerdigen Holzhäuser sind rot, blau, gelb und grün angestrichen. Erster Höhepunkt des Tages ist die Besichtigung des Marela-Hauses. Es gehörte einst einem reichen Reeder und ist mit imperialistischem Origianalinterieur ausgestattet.
Rauma
 
 
Rauma

 
Anschließend folgt ein kleiner Spaziergang auf dem zugefrorenen Bottnischen Meerbusen. Immer wieder kracht das unter Spannung stehende Eis. Es muss nicht nur mich tragen, sondern auch zahlreiche Skidoos und Motocrossfahrer. Dazu gesellen sich die mir schon von den diversen Seen bekannten Spaziergänger und Langläufer. Nach Besichtigung des Leuchtturmes geht es weiter ins Etappenziel Turku. Bis 1812 war sie finnische Hauptstadt, ehe der russische Zar diese nach Helsinki verlegte.
Motocross auf dem gefrorenen Bottnischen Meerbusen bei Rauma

  Windmühle auf dem Weg nach Turku


Auf der Fahrt Richtung Turku geht es an zahlreichen überdimensionalen Glashäusern vorbei. Trotz der schlechten klimatischen Voraussetztungen sind die Finnen bestrebt einen Teil ihres Gemüses selbst zu produzieren. Dann passiere ich immer wieder alte Windmühlen. In Turku angelangt geht es zur Tuomiokirkko, dem Dom. Wie in allen protestantischen Ländern, so auch hier, wird die Osterzeit sehr feierlich begangen. Es wird die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Die deutschen Texte sind trotz größter Bemühungen meinerseits kaum zu verstehen.
Toumokirkko in Turku
 

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